Kunst ist alles, Kunst ist nichts. Um dieses herauszufinden, musste sich die Kunst über Jahrhunderte unzähligen Wandlungen unterziehen. Tradition wurde verworfen, die Berücksichtigung der Perspektive eingeführt. Die Form und Figuration unterlagen beinahe der Zerstörung. Und doch: die Anerkennung der Tatsache, dass es Kunst war und ist, bleibt unumstritten.
Für mich als Maler spielen zwei Tatsachen eine wichtige Rolle. Die erste ist das Verständnis, dass die Malerei kein Hobby sein kann. Sie ist nicht etwas was nebenbei entsteht. Sie entsteht, weil sie entstehen muss! Was auch gleich zur zweiten Tatsache führt.
Ich male, weil die Bilder auf die Welt kommen wollen. Ich suche nicht nach ihnen, sie sind da. Ich muss sie einfach nur in die Realität übertragen. Und wer sich mit meinen Werken auseinandersetzt, der wird sehr schnell feststellen, dass diese aufrütteln, moralisieren, irritieren, als anstößig empfunden werden, zum Nachdenken anregen und manchmal sogar schockieren.
Nur mit der Zeit stellt man fest: sie stehen häufig für jedermanns schlechtes Gewissen. Daher bleiben sie zumeist ungeliebt.
G. Andonoski
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